Startseite Econos Magazin Investitionen Holzinvestment: Möglichkeiten für die Geldanlage mit Holz

Holzinvestment – Das Wichtigste in Kürze:

  • Holzinvestments werden in direkte Investments (Flächenkauf) und indirekte Investments (Anteilskauf) unterteilt. Diese bilden verschiedene Phasen der Wertschöpfungskette vom Rohholz im Wald bis zum fertigen Holzprodukt ab.
  • Neuartige Holzinvestments vereinen die Vorteile durch geringe bürokratische Hürden, bei voller Ausschöpfung der Vorzüge eines Flächenerwerbs.
  • Ein schlecht ausgewählter Waldstandort stellt das größte Risiko bei direkten Holzinvestments dar. Für indirekte Investments gilt mangelnde Transparenz als größte Hürde.
  • Chancen auf solide Renditen und einen messbar nachhaltigen Einfluss bieten diversifizierte Investmentprodukte durch Ausschöpfung vielfältiger Renditepotentiale.

Holzinvestment einfach erklärt

Als Holzinvestment wird diejenige Geldanlage bezeichnet, welche im Kern durch Holzwachstum, Holzverkauf, Holzverarbeitung oder Holzhandel Renditen erzielt. Investments sind in allen Phasen der Wertschöpfungskette möglich. Somit ist das Holzinvestment vielmehr als Oberbegriff für verschiedene Investment-Optionen im Bereich Holz- und Waldwirtschaft zu verstehen. Grundsätzlich wird zwischen Direktinvestments durch Flächenkäufe und indirekten Investments über Anteilskäufe an Unternehmen der Holzindustrie unterschieden.

Inzwischen gibt es aber auch Möglichkeiten, indirekt in verschiedene Waldflächen zu investieren. Durch den im Holz gespeicherten Kohlenstoff kann ein Holzinvestment als nachhaltig angesehen werden und einen effektiven Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Die Nachhaltigkeit und die Renditeerwartungen des Investments variieren jedoch deutlich zwischen den Anbietern.

Wie investieren Fonds und Einzelaktien in Holz?

Es gibt verschiedene Fonds, welche in Unternehmen der Holz- und Papierindustrie investieren. Je breiter ein Fonds diversifiziert ist, desto geringer ist das Risiko einzelner Unternehmen. Häufig mangelt es jedoch an Transparenz, sodass nachhaltig orientierte Anleger:innen schwer nachvollziehen können, welchen Einfluss die enthaltenen Unternehmen auf den Klimawandel haben. Diese Transparenz ist bei Einzelaktien deutlich eher gegeben, da zumeist ein klares Geschäftsmodell zugeordnet werden kann. Nachteilig wirkt sich jedoch die geringe Risikostreuung aus.

Wie funktioniert ein Holzinvestment als Geldanlage?

Direkte Holzinvestments

Die vielfältigen Renditequellen der nachhaltigen Waldwirtschaft werden traditionell nur direkten Investor:innen zuteil. Dabei kann vom Holzverkauf und der Monetarisierung von Ökosystemleistungen ebenso profitiert werden wie von der Landwertsteigerung, da das Waldgrundstück den Investor:innen gehört.

Indirekte Holzinvestments

Indirekte Investments hingegen generieren die Renditen aus den Gewinnen der Unternehmen, welche in der Holzwirtschaft tätig sind. Die Geschäftsmodelle reichen dabei vom Rohholzhandel bis zur Verarbeitung zu Papier und Möbeln.

Neuartige Holzinvestments

Heutzutage gibt es zusätzlich die Möglichkeit, mittels moderner Tokenisierung indirekt in nachhaltig bewirtschaftete Waldflächen zu investieren und somit von den Vorteilen des direkten Investments zu profitieren. Ein bürokratisch aufwendiger Waldkauf ist dafür nicht nötig und die nachhaltige Wirksamkeit des Investments ist transparent nachzuvollziehen.

Chancen und Risiken

Die Chancen und Risiken eines Holzinvestments sind stark von der Art des Investments abhängig. Grundsätzlich gilt: Ein breit diversifiziertes Investment reduziert die Risiken. Einzelaktien sind demnach risikoreicher als Fonds und Anlageprodukte, welche die Gesamtheit der Renditequellen des Waldes abdecken. Jegliche Formen des Holzinvestments sind immer auch ein Investment in den Rohstoff Holz. Die globalen Holzpreise hängen von der Nachfrage ab und schwanken zwischen den Holzarten und Sortimenten. Mittelfristig ist mit einer steigenden Nachfrage von Holz als Baustoff zu rechnen. Somit bietet ein Holzinvestment auch die Chance, von dieser Entwicklung zu profitieren.

Welchen Einfluss hat der Standort auf das Risiko des Investments?

Bei Investments in eine reale Waldfläche stellt der Standort den entscheidenden Risikofaktor dar. Das gilt sowohl für direkte Investments als auch für tokenbasierte Anteilskäufe. Im forstlichen Kontext umfasst der Standort nicht nur die Lage auf einer Karte, sondern ebenfalls die Licht-, Wasser- und Nährstoffversorgung. Diese Faktoren sind für ein gesundes Baumwachstum essentiell. Optimal ist daher eine Portfolio aus verschiedenen Waldstandorten, welche durch Experten anhand von Versorgungsmerkmalen ausgewählt wurden.

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Investmentübersicht

Was bedeutet ein Holzinvestment für den Klimawandel?

Die Kohlenstoffspeicherung im Zuge des Holzwachstums spielt eine entscheidende Rolle zur Beantwortung dieser Frage. Holz besteht zu 50 % aus Kohlenstoff, welcher durch die Bäume der Atmosphäre in Form von CO2 entzogen wird. Werden Waldbestände sich selbst überlassen, wird in der Zerfallsphase ein großer Teil des eingespeicherten Kohlenstoffes wieder freigesetzt. Grundsätzlich leistet demnach jede langfristige Form der Holznutzung einen Beitrag zur CO2-Speicherung. Anhand dieses Kriteriums lassen sich Holzinvestments in mehr oder weniger wirksam zur Bekämpfung des Klimawandels einordnen.

Die Verarbeitung von Rohholz zu Papier weist nur eine kurzfristige Speicherleistung auf, da das Papier oft nur wenige Monate oder Jahre genutzt wird. Die langfristige Verwendung in Gebäudekonstruktionen oder Möbeln hingegen entzieht den Kohlenstoff für Jahrzehnte oder Jahrhunderte dem globalen Kreislauf. Ein Investment in ein Unternehmen der Papierindustrie ist somit weniger nachhaltig als eines in nachhaltige Waldwirtschaft mit langfristiger Holznutzung.

Wie kommt die Laufzeit bei Holzinvestments zustande?

Von der Pflanzung eines Baumes bis zu seiner Ernte vergehen in unseren Breiten einige Jahrzehnte. Erst nach diesem für Finanzprodukte unfassbar langen Zeitraum können erste Gewinne erzielt werden. In einem Mischwald mit heterogener Altersklassenverteilung sind jedoch optimalerweise alle 5 bis 10 Jahre erntereife Bäume zur Deckung der laufenden Kosten vorzufinden. Aus diesem Grund sind alle seriösen Direktinvestments mit Renditen aus der Holznutzung im europäischen Raum auf diese Laufzeit ausgelegt.

Kürzere Laufzeiten und höhere Renditen sind lediglich in den tropischen Klimazonen möglich. Dazu werden beispielsweise in Paraguay oder Costa-Rica schnell wachsende Baumarten nach sechs bis zehn Jahren im Kahlschlag geerntet. Biodiversität und Nachhaltigkeit bleiben dabei meistens jedoch auf der Strecke, sodass die vielfältigen Ökosystemleistungen des Waldes nicht sichergestellt werden können. Indirekte Investments über Anteilskäufe und die Nutzung alternativer Renditequellen können zu einer kürzeren Laufzeit führen.

Welche Zertifikate gibt es für Holzinvestments?

Für direkte Investments gibt es die anerkannten Zertifizierer PEFC und FSC. Diese garantieren Mindeststandards für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und stellen somit die Basis für nachhaltige Holzprodukte dar. Auch Unternehmen, welche Holz verarbeiten und damit handeln, geben diese Zertifikate häufig an. Wie bei allen nachhaltigen Investments besteht auch bei Holzinvestments die Gefahr des Greenwashings. Daher ist es zwingend erforderlich, die vom Anbieter des Finanzproduktes angelegten Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften mit den eigenen abzugleichen.

Für indirekte Holzinvestments durch Anteilskäufe an Unternehmen gibt es die gängigen Finanzsiegel. Eine möglichst transparente Dokumentation der Holzherkünfte ist zudem wünschenswert.

Fazit: Unter Berücksichtigung der Risikofaktoren kann ein Holzinvestment Rendite mit Nachhaltigkeit verbinden!

Die verschiedenen Arten von Holzinvestments unterscheiden sich grundlegend in ihrer Diversifikation, ihren Renditequellen und ihrer Nachhaltigkeit. Dabei sollten Privatanleger:innen die Investments entsprechend ihrem Rendite-Risikoprofil auswählen und auf transparent agierende, möglichst zertifizierte Anlageprodukte setzen.

Für direkte Investments ist der Standort und die Diversität an Holzarten der wichtigste Risikofaktor. Besonders risikoarm und krisensicher sind dabei Investments, welche unterschiedliche Standorte und verschiedene Renditequellen abdecken. Ein internationales Waldportfolio kombiniert diese Vorteile.

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