Startseite Econos Magazin Investitionen Venture Capital: Definition, Trends & Anwendungsbeispiele

Venture Capital Definition – Das Wichtigste in Kürze:

  • Venture Capital Definition: Hinter dem Begriff steckt ein risikobehaftetes Investment in ein meist sehr junges Unternehmen, das Investor:innen jedoch oft hohe Renditechancen bietet.
  • Investitionen können dabei in der Regel in drei verschiedenen Phasen getätigt werden, was wiederum unterschiedliche Chancen und Risiken mit sich bringt.
  • Der Ablauf einer Venture Capital Finanzierungsrunde unterteilt sich dabei in vier maßgebliche Schritte, bis abschließend der Beteiligungsvertrag unterschrieben ist.
  • Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland im Venture Capital allerdings noch deutlich hinterher, was dazu beitragen kann, dass Unternehmen ins Ausland abwandern.

Der Begriff Venture Capital fällt immer öfter im Zusammenhang mit jungen Start-ups. Doch die Definition ist oft gar nicht so geläufig. Dahinter steckt eine Finanzierungsmöglichkeit, deren deutsche Bezeichnung “Wagniskapital” oder “Risikokapital” lautet. Dabei stellt ein Venture Capital Investor, zu Deutsch „Wagnis- oder Risikokapitalgeber“, einem meist noch recht jungen Unternehmen entsprechendes Kapital zur Finanzierung bereit. Investor:innen erhoffen sich im Gegenzug dann entsprechende Gewinne.

Was versteht man unter Venture Capital?

Definition

Venture Capital ist ein gängiger Begriff im Finanzierungs- und Investmentbereich – vor allem jedoch in der Start-up-Szene. Der Definition von Venture Capital liegt dabei ein risikobehaftetes Investment in meist noch sehr junge Unternehmen zugrunde. Investor:innen geben in diesem Fall eine klar festgelegte Menge an Kapital an ein nicht börsennotiertes Unternehmen. Im Gegenzug erhalten sie dann entsprechende Unternehmensanteile. Das erhaltene Kapital muss vom Unternehmen nicht zurückgezahlt werden.

Für Investor:innen sind Venture Capital Investments einerseits mit einem höheren Risiko behaftet, bieten andererseits aber auch hohe Renditechancen. So liegen vor den sehr jungen Unternehmen oft noch einige zu meisternden Hürden, ehe sie sich am Markt etabliert haben. Bleibt der entsprechende (wirtschaftliche) Erfolg aus, können auch die Investor:innen ihr eingesetztes Kapital verlieren. Setzt sich das junge Unternehmen jedoch durch, bieten Venture Capital (kurz: VC) ein sehr hohes Renditepotential. Gewinne können Investoren durch einen späteren Exit, entweder einen Verkauf ihrer Anteile oder aber auch bei einem Börsengang, erwirtschaften.

Beispiel-Szenario

Ein Team aus drei Mitgliedern hat eine Geschäftsidee und gründet ein Unternehmen. Zunächst benötigen Sie dafür Kapital und suchen den Kontakt zu potentiellen Investor:innen. Schließlich erhalten die drei Gründer:innen in der ersten Finanzierungsrunde eine Zusage für ein sechsstelliges Investment, die Investor:innen erhalten im Gegenzug Unternehmensanteile im Wert von 15 Prozent der Firma.

Nach 10 Jahren hat sich das Unternehmen am Markt etabliert, arbeitet gewinnbringend und hat sich dementsprechend erheblich im Wert gesteigert. Gleichzeitig geht das Unternehmen erfolgreich an die Börse und die Investor:innen veräußern ihre Anteile gewinnbringend, zu Englisch auch als „Exit“ bekannt.

Wie funktioniert Venture Capital?

Zunächst gilt es zu wissen, dass Investor:innen zu unterschiedlichen Zeitpunkten investieren können. Dabei lassen sich im Allgemeinen vier unterschiedliche Phasen festlegen:

  1. Seed Stage: In diesem, oft auch als Vor-Gründungsphase bezeichneten Zeitraum, ist ein Investment besonders risikoreich. Zunächst muss die Geschäftsidee und die Marktreife getestet, sowie die Entwicklung des angebotenen Produkts vorangetrieben, werden. Langfristiges Fortbestehen oder Rentabilität des Unternehmens ist hier noch nicht gesichert.
  2. Early Stage: Zu diesem Zeitpunkt erfolgt für das neu gegründete Unternehmen der Eintritt in den Markt – eine Phase, die viel Kapital bedarf. Für Investor:innen geht es in erster Linie um das Wachstumspotential des Unternehmens sowie die Aussichten auf Erfolg.
  3. Growth Stage: Jetzt geht es darum, den anfänglichen Erfolg zu festigen und das Geschäftsmodell für einen höheren Umsatz zu skalieren. Für Investor:innen ist das Risiko jetzt allerdings schon deutlich geringer, als noch zu Beginn des Markteintritts. Gleichzeitig ist diese Phase ebenfalls sehr kapitalintensiv.
  4. Late Stage: In der letzten Phase hat sich das Unternehmen bereits am Markt etabliert und arbeitet gewinnbringend, jetzt geht es vor allem um den bevorstehenden Exit. Dieser erfolgt entweder durch einen Börsengang (IPO) oder aber den Verkauf der Anteile an neue große institutionelle Investor:innen wie Private Equity Fonds oder Großkonzerne. Der Verkauf kann etwa an einen strategischen Partner erfolgen oder aber das Unternehmen kauft seine Anteile wieder zurück.

Welche Start-ups profitieren von Venture Capital?

Von Venture Capital kann grundsätzlich jedes junge Unternehmen profitieren, konkrete Kriterien oder Richtlinien für Venture Capital gibt es nicht. Allerdings lässt sich beobachten, dass sich Venture Capital Investments vor allem auf Neugründungen in technologischen Bereichen, der Informationstechnologie, Pharmazie oder Biotechnologie konzentrieren.

Begründen lässt sich das vor allem durch den Fokus der Investor:innen auf Innovation und Wachstum. Gefragt sind wirkliche Problemlösungen – gerade der technologische und pharmazeutische Sektor bieten hier viel Potential. Das können etwa Erfindungen im Gesundheitswesen oder auch Lösungen hinsichtlich des Klimawandels sein. Doch nicht nur das Produkt und Geschäftsmodell sind für Investor:innen relevant. Auch das Gründungsteam mit seiner gesammelten Expertise und Kompetenzen spielt eine entscheidende Rolle.

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Investmentübersicht

Ablauf einer Finanzierungsrunde mit Venture Capital

Ein Venture Capital Investment läuft in mehreren Schritten ab und lässt sich in vier relevante Abschnitte unterteilen.

Pitch

Hat sich ein:e potentielle:r Investor:in gefunden, muss das Gründerteam zunächst seine Geschäftsidee vorstellen. Dieser Schritt erfolgt in einem sogenannten Pitch. Dabei versucht das Gründerteam die Investor:innen von der Machbarkeit ihrer Geschäftsidee, aber auch von sich selbst als Team, zu überzeugen.

Term Sheet

War der Pitch erfolgreich und konnte ein:e Investor:in überzeugt werden, müssen weitere Vereinbarungen hinsichtlich der Finanzierung und Beteiligung am Unternehmen getroffen werden. In einem sogenannten Term Sheet können diese Bedingungen rechtlich unverbindlich vereinbart werden. Das bedeutet also, dass beide Seiten am Ende nicht rechtlich verpflichtet sind, den Beteiligungsvertrag zu diesen Konditionen zu unterschreiben.

Im Term Sheet sind insbesondere die Höhe des durch den Investor gestellten Kapitals, das Mitspracherecht und meist auch mögliche Exit-Optionen vereinbart.

Due Diligence

Die Investor:innen prüfen nun genauestens das Unternehmen hinsichtlich seines Geschäftsmodells sowie der rechtlichen und wirtschaftlichen Situation. Dazu zählen zum Beispiel die Überprüfung der Umsatzzahlen, vorhandener Gesellschafterstrukturen und auch mögliche Verstrickungen in die Wirtschaftskriminalität oder Korruption und Steuerhinterziehung müssen ausgeschlossen werden. Dieser Prüfungsvorgang wird als Due Diligence bezeichnet.

Für Investor:innen ist das Ziel dieses Schritts eine Absicherung um Klarheit über alle vorhandenen Risiken zu schaffen.

Beteiligungsvertrag

Sind alle Verhandlungen abgeschlossen, wird im letzten Schritt der offizielle Beteiligungsvertrag erstellt und schließlich unterschrieben.

Venture Capital als Privatanleger:in

Auch Privatinvestor:innen können mittels Venture Capital in junge Start-ups investieren – und das ganz ohne aufwändiges Term Sheet oder Beteiligungsvertrag. Alles was es dazu braucht, ist zunächst einen Anbieter, der entsprechende Produkte anbietet. Bei Econos finden Sie zwei entsprechende Venture Capital Fonds.

  • Der Worldfund investiert ausschließlich in Unternehmen, deren Technologien und Geschäftsmodelle aktiv zur CO2-Reduktion beitragen. Mit den Unternehmen im Portfolio des World Funds sollen bis 2040 jährlich bis zu zwei Gigatonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das entspricht laut Eigenangaben des Fonds etwa 4% der jährlichen weltweiten CO2-Emissionen.
  • Der Below One Fund von Planet A investiert hingegen in junge Unternehmen, deren Technologien und Geschäftsmodelle finanziell attraktiv und gleichzeitig nachhaltig sind. Dafür hat Planet A mit einem Team aus Experten und Wissenschaftlern ein Modell entwickelt, anhand dessen alle potenziellen Unternehmen fürs Portfolio auf ihre Nachhaltigkeit bewertet werden. Dabei liegt der Fokus auf Start-ups, die sich auf Biodiversität, Abfallreduktion, Klimaschutz und Ressourceneinsparung konzentrieren.

WARNHINWEIS: Der Erwerb dieses Wertpapiers ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. 

Bei den dargestellten Informationen handelt es sich um Werbung. Die Emittentin weist deutlich darauf hin, dass zur Beurteilung der nachrangigen tokenisierten Schuldverschreibungen ausschließlich die Angaben im Basisinformationsblatt (BIB) der Emittentin maßgeblich sind, welches auf deren Website – https://econos.green – kostenlos heruntergeladen werden kann.

Umwelttechnologien sind der nächste große Trend

Für Anleger:innen könnte sich ein Investment in Umwelttechnologien lohnen, denn der Jahresreport von Startupdetector kommt zu dem Ergebnis, dass nach dem Trend der Digitalisierung die nächste große Innovationswelle im Bereich der Dekarbonisierung der Industrie bevorsteht. Konkret bedeutet das, dass Umwelt- und Klimatechnologien der große Trend bei neuen Start-ups und Investments sind.

Dabei ermöglicht ein Venture Capital Fonds, mit nur einem Investment in mehrere junge Unternehmen gleichzeitig zu investieren. Außerdem wird das Risiko deutlich breiter gestreut, als bei einem Investment in ein einzelnes Start-up. Damit ist es nicht nur wahrscheinlicher in ein später erfolgreiches Unternehmen zu investieren, auch das Verlustrisiko wird so reduziert, da beim Scheitern eines einzelnen Start-ups kein Totalverlust des Investments droht.

Fazit: Venture Capital ist hierzulande noch Mangelware

Zieht man einen internationalen Vergleich, liegt Deutschland im Venture Capital Bereich immer noch zurück. Für Start-ups bedeutet der Mangel an Wagniskapital vor allem eins: Die Suche nach potentiellen Investoren findet vermehrt im Ausland statt. Doch das bedeutet auch, dass viele innovative Unternehmen in andere Länder abwandern. Beispielsweise durch den Zukunftsfonds versucht die Bundesregierung gemeinsam mit der KfW gegenzusteuern.

Um jungen und innovativen Unternehmen auch hierzulande attraktive Finanzierungsmöglichkeiten zu ermöglichen braucht es dringend mehr Kapital. Auch für Privatanleger:innen, die auf ein etwas riskanteres, aber mit hohem Renditepotential verbundenes Investment setzen wollen, bietet sich Venture Capital an.

Experten sind sich dabei einig: Der nächste große Innovationstrend liegt im Bereich Dekarbonisierung. Als mögliche Beispiele lassen sich grüne Treibstoffe oder Verpackungsalternativen nennen. Investoren können die Entwicklung durch die Bereitstellung von Kapital beschleunigen und außerdem finanziell profitieren. Möglich ist das zum Beispiel mit einem Investment in den Worldfund oder Below One Fund von Planet A.

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