Startseite Econos Magazin Nachhaltigkeit Nachhaltige Forstwirtschaft: Wie kann der Wald ressourcenschonend genutzt werden?

Nachhaltige Forstwirtschaft – Das Wichtigste in Kürze:

  • Nachhaltige Forstwirtschaft stellt die Grundlage zur Sicherung und Verbesserung aller Waldfunktionen dar.
  • Die Geschichte der Nachhaltigen Forstwirtschaft und des Nachhaltigen Wirtschaftens im Allgemeinen begann im 18. Jh. in Deutschland. Die damaligen Motive wie Waldschäden durch Sturm, Trockenheit und Insektenbefall sind auch heute noch relevant.
  • Die Holznutzung spielt einerseits wirtschaftlich eine große Rolle, ist aber auch essenziell für die Steigerung der Kohlenstoffspeicherung von Wäldern.
  • Zertifizierungssiegel garantieren einen Standard für nachhaltige Forstwirtschaft. Ihre Aussagekraft ist jedoch von der regelmäßigen Kontrolle sowie der transparenten Dokumentation der Zertifizierungskriterien abhängig.

Nachhaltige Forstwirtschaft einfach erklärt

Die große Herausforderung in der Forstwirtschaft ist es die verschiedenen Interessen der Gesellschaft auf einer begrenzten Waldfläche zu vereinen. Diese Nutzung muss auf eine Weise geschehen, die auch zukünftigen Generationen die Verwirklichung ihrer Ziele und Interessen auf diesen Flächen ermöglichen. Bereits seit Beginn des 18. Jahrhunderts steht das Handlungsprinzip der Nachhaltigen Forstwirtschaft für die Erhaltung der wesentlichen Waldeigenschaften sowie dessen Stabilität und natürliche Regenerationsfähigkeit.

Inzwischen umfasst der Begriff neben der Rohstoffversorgung mit Holz auch weiterführende Waldfunktionen, welche im Zuge des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ziel ist es, die Betreuung von Waldflächen und ihre Nutzung auf den Erhalt ihrer biologischen Vielfalt, ihrer Produktivität, ihrer Verjüngungsfähigkeit und Vitalität auszurichten.

Wichtige ökologische, wirtschaftliche und soziale Funktionen des Waldes sind dabei auf lokaler, nationaler und globaler Ebene gegenwärtig und in Zukunft zu sichern und zu verbessern. Nur durch die konsequente Anwendung der Handlungsprinzipien wird die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen erfüllt.

Was versteht man unter nachhaltiger Forstwirtschaft?

Der Zeithorizont in der Forstwirtschaft unterscheidet sich von dem in der Landwirtschaft deutlich. Die Flächenbewirtschaftung findet nicht im Jahreszyklus statt, sondern orientiert sich an den Umtriebszeiten der Baumarten. Gemeint ist damit die Zeit von der Keimung eines Baumsamens zur Ernte des Holzes. Das kann viele Jahrzehnte (z. B. 80 Jahre bei der Fichte) oder sogar Jahrhunderte (etwa bei der Eiche mit 240 Jahren) dauern. Ein Förster kann somit immer nur das ernten, was mehrere Generationen vor ihm gepflanzt und erhalten haben.

Verantwortungsvolle Holznutzung

Daraus ergibt sich die Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen, die Waldfunktionen zu erhalten und zu verbessern. Für die Holznutzung bedeutet dieser Grundsatz, dass nicht mehr Holz geerntet werden darf als auf absehbare Zeit wieder nachwächst. Somit steht jederzeit Nutzholz zur Verfügung und die CO2-Speicherleistung des Waldes steigt kontinuierlich. Um diesen Beitrag zu den globalen Kohlenstoffkreisläufen zu leisten muss primär die Vitalität der Waldbestände gesichert und verbessert werden.

Nachhaltige Forstwirtschaft umfasst ebenso den Erhalt weiterer Ökosystemleistungen. Konkret geht es um den Sicherung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Böden und der Wasserkreisläufe. Eine zunehmend wichtige Bedeutung hat dabei der Erhalt von Waldfunktionen wie der Luft- / Wasserreinigung sowie der Kühlung und der Naherholung.

Warum ist Holznutzung nachhaltig?

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Die Nachhaltigkeit lässt sich dabei in zwei Bereiche einteilen:

Holz als Energielieferant und Baumaterial

Nicht genutzte Waldbestände, welche die Zerfallsphase erreichen setzen den gespeicherten Kohlenstoff wieder frei. Durch stoffliche Nutzung (z.B. als Bauholz) kann eine längerfristige Speicherung von Kohlenstoff erfolgen. Wird das Holz am Ende der Nutzungsperiode energetisch verwertet, kann außerdem Energie gewonnen werden.

Holz als Baumaterial für Möbel oder Häuser ersetzt andere Materialien. Im Gegensatz zu Holz setzen Beton, Stahl und Kunststoffe bei der Herstellung erhebliche Mengen CO2 frei. Der sogenannte Substitutionseffekt erfasst diese zweite Ebene der Nachhaltigkeit von Holznutzung im Bezug auf die Kohlenstoffspeicherung.

Zu beachten ist dabei jedoch dass nicht jede Form der Holznutzung wirklich nachhaltig ist. Es gibt weltweit Regionen in denen die Grundsätze der nachhaltigen Forstwirtschaft durch Kahlschläge und Übernutzung des natürlichen Zuwachses missachtet werden. Eine zuverlässige Kennzeichnung der Herkunftsgebiete und anerkannte Zertifikate sind daher besonders wichtig.

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Welche historische Entwicklung hat die Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft?

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist heutzutage in nahezu allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen etabliert. Den Ursprung hat dieser Grundsatz jedoch im 18. Jahrhundert in der deutschen Forstwirtschaft. Erste Überlegungen zur Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft gibt es durch Hans Carl von Carlowitz in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica” verschriftlicht. Auch damals waren die Herausforderungen Sturmschäden, Trockenheit und Insektenbefall bereits von Thema.

Das Hauptmotiv war jedoch der Raubbau durch den sächsischen Bergbau. Eine Holzverknappung hätte damals zu Energiemangel und dem schleichenden Niedergang der bedeutenden Bergbauindustrie geführt. Von Carlowitz fordert damals eine „nachhaltende“ Waldbewirtschaftung, bei der nicht mehr Holz geerntet werden darf, als auch wieder nachwächst. Als Ziel gab er den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen durch die Ökonomie aus und betonte die Verantwortung für künftige Generationen.

Welche Siegel für Nachhaltigkeit gibt es?

Die Zertifizierung von nachhaltiger Forstwirtschaft hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie bietet für verschiedene Marktteilnehmer und auch für Verbraucher Transparenz über Herkunft des Holzes und Bewirtschaftungsart der Wälder. Durch das gesteigerte Bewusstsein für die Produktionsbedingungen und die erhöhte Nachfrage nach zertifiziertem Holz steigen auch für Waldbesitzer die Anreize, entsprechend den Standards nachhaltig zu wirtschaften.

Zertifizierungen beurteilen verschiedene Aspekte

Die größten Zertifizierer in Deutschland sind PEFC und FSC. Im Mittelpunkt der Zertifizierung stehen die Beurteilungskriterien zur Regenerations- und Verjüngungsfähigkeit sowie der Boden- und Biodiversitätsschutz.

Klar ist, dass Zertifizierungen für die Glaubwürdigkeit von Holz- und Finanzprodukten mit Waldbezug eine entscheidende Rolle spielen. Auch für zukünftige Waldprodukte wird Econos den Ablauf und den Inhalt der Zertifizierung transparent darstellen.

Fazit: Nachhaltige Forstwirtschaft als Grundlage für das Ökosystem-Wald

Das Handlungsprinzip der Nachhaltigen Forstwirtschaft muss heutzutage mehr als nur die Holzmengen sicherstellen. Es gilt die Wälder auf die Auswirkungen des Klimawandels bestmöglich vorzubereiten. Denn nur klimastabile Wälder können Luft und Wasser reinigen, den Boden vor Verdunstung und Erosion schützen und den wertvollen Kohlenstoffspeicher bewahren.

In Deutschland und Europa werden diese Kriterien durch die großflächige Zertifizierung bereits angewendet. Dennoch mangelt es auch hier teilweise an der Umsetzung sowie einer transparenten Dokumentation. Für diese vielfältigen Herausforderungen müssen wir eine global ausgerichtete Waldbewirtschaftung etablieren, die nach einheitlichen Standards erfolgt und mit unabhängigen Zertifizierern zusammenarbeitet.

Econos selbst bietet die Möglichkeit, in Waldinvestments mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung zu investieren. Dabei investieren Sie nicht direkt in einen einzelnen Wald sondern erwerben ein digitales Wertpapier (tokenisierte Schuldverschreibung), welches ein mittelbares Investment in breit diversifiziertes globales Waldportfolio darstellt.

WARNHINWEIS: Der Erwerb dieses Wertpapiers ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. 

Bei den dargestellten Informationen handelt es sich um Werbung. Die Emittentin weist deutlich darauf hin, dass zur Beurteilung der nachrangigen tokenisierten Schuldverschreibungen ausschließlich die Angaben im Basisinformationsblatt (BIB) der Emittentin maßgeblich sind, welches auf deren Website – https://econos.green – kostenlos heruntergeladen werden kann.

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